Zumeldung des BLV zur Pressekonferenz von MP Kretschmann und KM’in Schopper

Diskussion um G9 zu einseitig. Die Bildungslandschaft in Baden-Württemberg bietet viel mehr als nur das allgemeinbildende Gymnasium. Leistungen und Bedarfe anderer Schularten dürfen nicht ignoriert werden.

  • Diskussion um G9 zu einseitig
  • Leistungen und Bedarfe anderer Schularten dürfen nicht ignoriert werden
  • Wo bleibt die Bildungswende für mehr berufliche Bildung?

Stuttgart, den 17. Januar 2023 „Ich stimme Herrn Ministerpräsident Kretschmann ausdrücklich zu, wenn er sagt, dass die Bildungslandschaft in Baden-Württemberg viel mehr biete als nur das allgemeinbildende Gymnasium und es gelte dies bei allen Diskussionen um die Verteilung von Lehrerressourcen auch zu berücksichtigen.“ Schon jetzt haben allgemeinbildende Gymnasien die beste Unterrichtsversorgung und mehr Lehrerwochenstunden in der Oberstufe als die beruflichen Gymnasien. „Wenn die G9-Initiative weitere 1.400 – 2.000 Lehrerstellen für Ihre Schulart fordert, dann befürchte ich, dass so wichtige Dinge wie die Stärkung der Grundschulen, der Aufbau multiprofessioneller Teams, der Ausbau des Informatikunterrichts und der beruflichen Orientierung, der Umgang mit Heterogenität und die Sicherstellung der Schul-IT hinten runterfallen. Dies zeigt, dass die aktuelle  Strukturdebatte leider sehr einseitig geführt wird und die Leistungen und Bedarfe der anderen Schularten bisher ignoriert“, so der BLV-Vorsitzende Thomas Speck.

Auch Hamburg, das gerade im Zuge der Vera-Ergebnisse als Vorzeigebeispiel gilt, setzt nach wie vor auf eine Kombination aus G8 und beruflichen Gymnasien. In Baden-Württemberg finden an mehr als 220 Standorten Eltern und Schülerinnen und Schüler passende G9-Bildungsangebote. An das Abitur schließen sich vielerorts zudem Ausbildungsgänge bis hin zum Bachelor an. „Was die Schulwelt in Baden-Württemberg jetzt wirklich braucht, ist eine Bildungswende für mehr berufliche Bildung. Sonst wird Baden-Württemberg die Herausforderungen mit Fachkräftemangel, Klimawende und digitaler Transformation nicht meistern können“, fügt Thomas Speck hinzu.

Hier finden Sie die Pressemitteilung als Pdf zum Download.

 


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