Stellungnahme des BLV zum Start der Koalitionsverhandlungen: Berufliche Bildung braucht Priorität

Quelle: © AndreasWeber über Canva

Veröffentlicht am 15. April 2026

Die Ergebnisse der Sondierungsgespräche zeigen aus Sicht des Berufsschullehrerverbandes Baden-Württemberg (BLV): Bildung spielt offensichtlich keine zentrale Rolle.

Erst ab Punkt 32 von insgesamt 48 wird das Thema überhaupt aufgegriffen – konkrete Aussagen zur beruflichen Bildung bleiben dabei begrenzt. Zwar setzt die Aussage „Master und Meister sind uns gleich viel wert“ ein wichtiges Signal für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung. Auch die angekündigten Maßnahmen wie die Erhöhung der Meisterprämie sind ein Schritt in die richtige Richtung.

Gleichzeitig wird deutlich: Einzelmaßnahmen ersetzen keine klare Priorität für die berufliche Bildung! Die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg entscheidet sich maßgeblich in den Beruflichen Schulen. Sie sind die zentrale „Werkbank“ für die Fachkräfte von morgen und dürfen nicht auf die Warteschleife geraten.

Der BLV fordert daher, die berufliche Bildung in den anstehenden Koalitionsverhandlungen deutlich stärker zu gewichten und strukturell zu stärken. Der Verband bringt sich hierzu konstruktiv mit seiner Expertise ein.

Weitere Informationen stellt der BLV im Rahmen der morgigen Landespressekonferenz vor: Donnerstag, 16.04.2026 um 11 Uhr, im Landtag.

Veröffentlicht am 15. April 2026

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