Sommerarbeitslosigkeit bei angehenden Lehrkräften beenden

Veröffentlicht am 20. April 2026

Ein strukturelles Problem, das längst gelöst sein müsste, bleibt bestehen – zulasten angehender Lehrkräfte.

Unterrichten, prüfen, vorbereiten – das leisten Referendar/-innen und Lehramtsanwärter/-innen über das gesamte Schuljahr hinweg. Umso unverständlicher ist die Situation in den Sommerferien: Viele von ihnen stehen in Baden-Württemberg in dieser Zeit ohne Bezahlung da.

Diese Praxis führt zu einer strukturellen Ungerechtigkeit. Trotz hoher Arbeitsbelastung und wachsender Anforderungen im Schulalltag fehlt es an verlässlichen Rahmenbedingungen in einer entscheidenden Phase der Ausbildung.

Der Berufsschullehrerverband Baden-Württemberg (BLV) sieht hier dringenden Handlungsbedarf. Wer junge Lehrkräfte für den Beruf gewinnen und langfristig binden möchte, muss auch für faire und kontinuierliche Beschäftigungsbedingungen sorgen.

Gerade vor dem Hintergrund aktueller politischer Abstimmungen und möglicher Koalitionsverhandlungen muss dieses Thema auf die Agenda. Die Beendigung der Sommerarbeitslosigkeit ist ein wichtiger Baustein, um die Attraktivität des Lehrerberufs nachhaltig zu stärken.

Die aktuelle Regelung steht diesem Ziel entgegen und sendet ein falsches Signal an den Nachwuchs.

Der BLV fordert daher:
Die Beendigung der Sommerarbeitslosigkeit für Referendar/-innen und Lehramtsanwärter/-innen.

Die Landespolitik – insbesondere die beteiligten Parteien der Koalitionsverhandlungen – ist aufgefordert, hier zeitnah eine Lösung zu schaffen.

Veröffentlicht am 20. April 2026

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