Stimme der Praxis und der Gesellschaft – Landesschulbeirat (LSB) hat sich neu konstituiert

Veröffentlicht am 12. Oktober 2026

Mitte Oktober konstituierte sich der Landesschulbeirat (LSB) für seine 25. Legislatur auf drei Jahre neu. Dabei gilt das Gremium, welches auf eine 70-jährige Tradition zurückblicken kann, als das älteste Beratungsgremiums des Kultusministers und sichert bis heute die demokratische Teilhabe an der Gestaltung der Schullandschaft unseres Landes.

Das Gremium wird aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden, beispielsweise bei Gesetzesänderungen und Verordnungen sowie bei der Bildungsplanarbeit und Schulartentwicklung. Der LSB reagiert nicht nur auf Vorlagen des Ministeriums, sondern kann auch selbst Impulse geben und unterbreitet eigenständig Vorschläge und Anregungen, etwa zur Verbesserung der Lehreraus- und -fortbildung oder zur Verknüpfung von Schule, Wirtschaft und Gesellschaft.

Das Besondere am LSB ist seine ganzheitliche, gesamtgesellschaftliche Struktur. Das Gremium umfasst 69 ordentliche Mitglieder (sowie deren Stellvertretungen) aus den Bereichen Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern, Berufserziehung, Verbände und Institutionen wie kommunaler Landesverbände, Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände. Hinzu kommen 25 Sitze für persönlich berufene Mitglieder hierzu gehören Institutionen und Persönlichkeiten, die die Arbeit durch ihre besondere Erfahrung in Bildungs- und Erziehungsfragen bereichern.

In der konstituierenden Sitzung am 8. Oktober 2026 wurde deutlich, wie wichtig die Berufliche Bildung auch für den LSB ist. Zur Vorsitzenden wurde Susanne Thimet (langjährige ehemalige Leiterin des Seminars für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte an Beruflichen Schulen Karlsruhe) auf Vorschlag der GEW gewählt, sie folgt damit im Amt Thomas Speck (ehemaliger BLV-Vorsitzender). Zudem wurde als dritter stellv. Vorsitzender (nach Schüler- und Eltern-Vertretern) Markus Hirsch (Schulleiter der beruflich-kaufmännischen HLA Bruchsal, als Vertreter der allgemeinen Direktorenvereinigung) sowie als eine von fünf Schriftführerinnen Tina Stark (Leiterin des BLV-Referats Dienstrecht und des Bezirkspersonalrats Beruflicher Schulen am Regierungspräsidium Freiburg, für den Beamtenbund) gewählt. Neben diesen drei LSB-Vorstandsmitgliedern gehören dem Gremium noch die beiden BLV-Vorstandsmitglieder Dr. Christoph Franz und Michaela Keinath sowie Markus Lipps (Leiter des BLV-Referat kaufmännische Bildung sowie Schulleiter der Ludwig-Erhard-Schule Pforzheim) an.

Die Arbeit des Landesschulbeirats zeigt deutlich, dass Schule kein isoliertes System ist. Nur wenn Bildungspolitik im ständigen Dialog mit der Praxis und der Gesellschaft gestaltet wird, können Reformen gelingen. Über unsere sechs Vertreterinnen und Vertreter im LSB tragen wir die täglichen Herausforderungen aus den Schulen auch auf diesem Wege direkt an die politische Spitze des Landes.

Michaela Keinath

 

Veröffentlicht am 12. Oktober 2026

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