Digitalisierung und KI – Jetzt! Sofort! Für alle!
Veröffentlicht am 16. Juni 2026
Die Digitalisierung und der Einsatz Künstlicher Intelligenz werden Unterricht und Lernen verändern – in einem Ausmaß, das wir heute vermutlich erst annährend überblicken. Aber eines ist klar: Wir können es uns nicht leisten, hinterherzulaufen.
Neben Neugier und Begeisterungsfähigkeit, logischem Denken und guten Sprachkenntnissen gehört künftig auch der Umgang mit KI zu den Schlüsselkompetenzen der Fachkräfte. Dabei geht es nicht nur darum, den richtigen Prompt zu setzen, sondern auch den Wahrheitsgehalt von KI-Ergebnissen zu beurteilen. Es ist unsere Aufgabe als Lehrkräfte die Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, dafür
bedarf es Zeit, angepassten Bildungsplänen und natürlich der nötigen Hard- und Software.
Daher fordern wir praxistaugliche und rechtssichere Lösungen und zwar jetzt! Das ist nicht Luxus. Das ist Arbeitsfähigkeit. Wir können nicht jahrelang warten, das KI-Zeitalter hat längst begonnen. Und ja, Digitalisierung kostet Geld. Digitalisierung ist aber auch Bildung und wer an der Bildung spart, der riskiert abgehängt zu werden.
Der BLV fordert:
- Mindeststandards für digitale Infrastruktur und Ausstattung an Schulen, z. B. mind. ein digitales Endgeräte pro Lehrkraft und pro Lernenden
- Gesicherte Finanzierung unabhängig von der Haushaltslage einzelner Schulträger
- Soft- und Hardware, die dem Standard entsprechen, für den wir ausbilden
- ausreichend Netzwerkstunden und finanzielle Mittel für IT-Administration
- Anpassungen der Bildungspläne
- Anpassung der Notenbildungsverordnung und Abschaffung der GFS
Tina Stark | BLV-Standpunkt 1/2026
Veröffentlicht am 16. Juni 2026