BLV zu den Plänen der Landesregierung zur Stärkung der beruflichen Orientierung

Der BLV begrüßt, dass die Landesregierung die berufliche Bildung stärken möchte und fordert eine echte Bildungswende.

  • Berufliche Orientierung in allen Schularten nachhaltig stärken
  • BLV fordert eine echte Bildungswende für mehr berufliche Bildung
  • landesweit „runden Tisch zur Berufsorientierung“ einrichten
  • höhere berufliche Bildung zählt so viel wie ein Studium

Stuttgart, den 21. Juni 2022 „Ich freue mich, dass die Landesregierung die berufliche Orientierung stärken möchte. Dies darf aber nur der erste Schritt sein. Wir brauchen jetzt eine echte Bildungswende hin zu mehr beruflicher Bildung. Angesichts eines riesigen Fachkräftemangels können wir es uns schlicht und einfach nicht mehr leisten den Schwerpunkt allein auf die Studienorientierung zu legen. Politik und Gesellschaft sind gefordert, den Wert der beruflichen Bildung viel mehr als bisher in den Vordergrund zu stellen und die beruflichen Schulen nachhaltig zu stärken. Duale Ausbildung und die höhere berufliche Bildung mit Techniker- und Meisterabschlüssen bieten mehr denn je beste Karrierechancen“, sagt der BLV-Vorsitzende Thomas Speck heute in Stuttgart.

Dafür braucht es langfristig mehr berufliche Orientierung in den allgemeinbildenden Schulen. Bestehende Informationsangebote müssen noch besser wirken können, denn was man nicht kennt, macht man auch nicht. Daher müssen die Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen und besonders auch die Eltern besser miteinbezogen werden. Praktika, Projekte mit Ausbildungsbotschaftern und Kooperationen mit beruflichen Schulen und Betrieben müssen noch mehr gefördert und weiter ausgebaut werden. Der BLV fordert einen landesweiten „runden Tisch zur Berufsorientierung“, an dem Vertreterinnen und Vertreter aus Kultus- und Wirtschaftsministerium, Industrie- und Handwerkskammer, Unternehmen und Gewerkschaften, der Arbeitsagentur, Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft sowie Schulleitungen und weiterer wichtiger Beteiligter zusammenwirken sollten.

„Außer der beruflichen Zukunft unserer Jugendlichen steht auch die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes auf dem Spiel. Daher müssen wir uns als Gesellschaft insgesamt viel mehr für berufliche Bildung öffnen“, fordert Speck abschließend.

 

Hier finden Sie die Pressemitteilung als Pdf zum Download.


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