Pressemitteilung: UBW und BLV präsentieren bei Bildungskongress Forderungen zur Zukunft der beruflichen Bildung

Veröffentlicht am 6. Februar 2026

Bürkle: „Wir brauchen eine exzellente Berufsausbildung, um auch in Zukunft innovativ und konkurrenzfähig zu sein“

Speck: „Die nächste Landesregierung muss die berufliche Bildung konsequent stärken und weiterentwickeln“

Schopper: „Für die Landesregierung sind berufliche und akademische Bildung gleich wichtig, wir brauchen beides: Meister und Master“

Mit Blick auf die kommende Landtagswahl positionieren sich die Unternehmer Baden-Württemberg (UBW) und der Berufsschullehrerverband Baden-Württemberg (BLV) mit gemeinsamen Forderungen zur Zukunft der beruflichen Bildung. „Wir brauchen eine exzellente Berufsausbildung, um auch in Zukunft innovativ und konkurrenzfähig auf den Märkten bestehen und unseren Wohlstand halten zu können“, sagte UBW-Präsident Thomas Bürkle am Freitag beim Bildungskongress von UBW und BLV in Stuttgart.

Die duale Ausbildung ist entscheidend für Transformation, Fachkräftesicherung und Wettbewerbsfähigkeit, betonte der BLV-Vorstandsvorsitzende Thomas Speck: „Baden-Württemberg lebt von gut ausgebildeten Fachkräften. Wer wirtschaftlichen Erfolg sichern will, muss die berufliche Bildung endlich zur politischen Priorität machen. Die nächste Landesregierung steht in der Verantwortung, die beruflichen Schulen konsequent zu stärken – mit ausreichend Lehrkräften, moderner Ausstattung und einer verlässlichen finanziellen Grundlage.“

Die baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper unterstrich die Bedeutung der beruflichen Bildung. „Für die Landesregierung sind berufliche und akademische Bildung gleich wichtig, wir brauchen beides: Meister und Master. Dass wir auf dem richtigen Weg sind, bestätigt der Bildungsmonitor 2025 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, in dem Baden-Württemberg bei der beruflichen Bildung bundesweit den ersten Platz belegt“, so die Ministerin.

„Auch in der allgemeinen Schulbildung berücksichtigen wir die Belange unserer Unternehmen: Wir legen einen klaren Fokus auf die Kernkompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen am Anfang der Bildungslaufbahn und wir führen die verbindliche Sprachförderung für alle Kinder mit festgestelltem Sprachförderbedarf schon vor Schulbeginn ein“, erklärte Schopper. „Damit wollen wir erreichen, dass alle Kinder die notwendigen Voraussetzungen bekommen, um sich fachlich erfolgreich und charakterlich stabil zu entwickeln. Nur so kann es gelingen, den hohen Ansprüchen und vielseitigen Herausforderungen gewachsen zu sein, vor die uns eine in rasantem Wandel befindliche berufliche Welt alle gemeinsam stellt.“

Für UBW-Präsident Bürkle kommt der Innovationsfähigkeit der dualen Ausbildung eine besondere Bedeutung zu: „Berufliche Schulen müssen stärker zu digitalen Kompetenzzentren werden und noch enger mit der Wirtschaft kooperieren. Moderne Ausbildung braucht moderne Rahmenbedingungen – von einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur über IT-Fachpersonal bis zu klaren Finanzierungsstrukturen, damit notwendige Investitionen nicht ausgebremst werden.“

Gleichzeitig müsse die Attraktivität der Ausbildung steigen, um junge Menschen dafür zu gewinnen, betonte der BLV-Vorstandsvorsitzende Speck: „Wer Talente will, muss Perspektiven bieten. Mit modernen Berufsprofilen, starken Meister- und Technikerschulen sowie flexiblen Zusatzqualifikationen macht man die Ausbildung zu einem Karriereweg mit Zukunft.“

Auch die Sicherung der Berufsbildung in der Fläche bleibe zentral. „Berufliche Schulen sind Standortfaktoren. Mit einer Schulentwicklungsplanung mit Augenmaß, mehr Azubi-Wohnheimen und realistischen Zuschüssen zu den Kosten für Unterkunft und Verpflegung sorgen wir dafür, dass Ausbildung für alle erreichbar bleibt“, so Speck.

Hier finden Sie das gemeinsame Forderungspapier von UBW und BLV. 

Hier finden Sie unsere Pressemitteilung als Pdf zum Download.

Veröffentlicht am 6. Februar 2026

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