Gemeinsame Pressemitteilung von BLV, GEW, GSV, LEB, LEBK, LSBR, PHV & VBE

Quelle: © Africa images via Canva.com

Veröffentlicht am 25. März 2026

Zum Beginn der Sondierung:
Enquete-Kommission jetzt vereinbaren

  • Zukunftssichere Ausrichtung der Bildungspolitik
  • Ideologiefreie Diskussion ohne Vorfestlegung auf Zielbild
  • Bildungswissenschaft, Erfahrungen und Praxis einbeziehen, um politische Entscheidungen auf breitem Konsens zu gründen

Zu den kürzlich angelaufenen Sondierungsgesprächen von Bündnis 90/Die Grünen und CDU erinnern die großen Interessenverbände rund um Bildung in Baden-Württemberg an ihre gemeinsame Forderung aus dem September 2024: Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um für die zukunftssichere Ausrichtung der Bildungspolitik im Land eine „Enquete-Kommission Bildung“ zu vereinbaren.

Durch den großen Zeitdruck, mit dem die letzten umfassenden schulischen Reformen anlässlich der Rückkehr zu G9 innerhalb weniger Monate geschmiedet wurde, blieb die Beteiligung von Wissenschaft und Betroffenen weitestgehend auf der Strecke. Durch eine „EnqueteKommission Bildung“ könnten nun zu Beginn der Legislatur die Weichen für eine nachhaltige Ausrichtung der Bildungspolitik gestellt werden.

Dabei geht es den am Aufruf Beteiligten nicht um eine Vorfestlegung auf ein Zielbild. Wichtig ist lediglich die Zusage, dass Parteiprogramme und ideologische Vorstellungen in den Hintergrund der Diskussion um gute Bildung treten. Bildungswissenschaft, erfolgreiche Erfahrungen aus vergleichbaren Regionen und die intensive Einbeziehung der Praxis – Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern – sollen gemeinsam mit bildungspolitischer Expertise aus dem Landtag die Enquete-Kommission bilden. Nur mit einer solch breiten Beteiligung können nachhaltig Eckpfeiler eines zukunftssicheren Bildungssystems im Land skizziert werden.

Die Bildungs-Baustellen in Baden-Württemberg sind zahlreich und bei politischen Entscheidungen über die Köpfe der Lehrenden, Lernenden und Eltern hinweg kommen oft große Aufgaben mit zu wenig Unterstützung auf die Betroffenen zu.

Diese tiefgreifenden Probleme betreffen alle Bildungseinrichtungen und Regionen im Land – von der frühkindlichen Bildung bis zum Abschluss der Schulkarriere. Aus diesem Grund schließen sich der Berufsschullehrerverband (BLV), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Grundschulverband (GSV), der Landeselternbeirat (LEB), der Landeselternbeirat Kindertagesbetreuung (LEBK), der Landesschülerbeirat (LSBR), der Philologenverband (PHV) und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) zusammen:
Baden-Württemberg braucht dringend eine „Enquete-Kommission Bildung“. Gemeinsam fordern die Bildungsverbände und Interessenvertretungen die Sondierungspartner einer möglichen Koalition und die im Landtag vertretenen Parteien auf, diese baldmöglichst einzusetzen. Bildung in Baden-Württemberg muss in nachhaltige und zukunftssichere Bahnen gelenkt werden.

______________________________________________________________________________________

Für Rückfragen und/oder O-Töne stehen Ihnen gerne folgende Personen der mitzeichnenden Organisationen zur Verfügung:

  • Dr. Christoph Franz für den BLV
  • Matthias Schneider bzw. David Warneck für die GEW
  • Edgar Bohn für den GSV
  • Sebastian Kölsch für den LEB
  • Heike Kempe für den LEBK
  • Joshua Meisel für den LSBR
  • Martina Scherer für den PHV
  • Gerhard Brand für den VBE

Hier finden Sie die gemeinsame Pressemitteilung als Pdf zum Download.

Veröffentlicht am 25. März 2026

Zum Seitenanfang