Pressemitteilung: Tausende bei Großdemonstration mit Warnstreik am 05.02.2026 in Stuttgart

Veröffentlicht am 5. Februar 2026

Tausende bei Großdemonstration mit Warnstreik am 05.02.2026 in Stuttgart

Kein Angebot in den Tarifverhandlungen trotz unbesetzter Lehrerstellen

So wird sich der Lehrkräftemangel weiter verschärfen

Zur heutigen Protestkundgebung mit Warnstreik von Beamtenbund und BLV versammelten sich in Stuttgart mehrere tausend Vertreterinnen und Vertreter aus ganz Baden-Württemberg. Beteiligt waren Tarifbeschäftigte im Warnstreik ebenso wie Beamtinnen und Beamte, die ihre Mittagspause oder Freizeit nutzten, sowie Pensionärinnen und Pensionäre.

„Immer noch gibt es kein Angebot der Länder. Mit dieser Blockadehaltung gewinnt man keine guten Lehrkräfte, sondern vergrault diese“, sagt der BLV-Vorsitzende Thomas Speck am 05.02.2026 in Stuttgart. „In Krisenzeiten darf man den Staat nicht kaputtsparen, gerade in Krisen muss ein Staat funktionieren. Dazu gehört, dass er seine Beschäftigten nicht in der Inflationsspirale versinken lässt, sondern sie anständig bezahlt!“

Die Verbände von Beamtenbund/Tarifunion fordern gemeinsam 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat. Vertreterinnen und Vertreter der Verbände begründen, dass die Belastung der Lehrkräfte in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen habe. Wertschätzung dürfe sich nicht in Sonntagsreden erschöpfen, sondern müsse sich konkret in fairen Tarifabschlüssen widerspiegeln. „Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug, bisher bieten sie nichts an. Solch ein Verhalten hat mit Anerkennung und Wertschätzung überhaupt nichts mehr zu tun. Ganz zu schweigen von den Folgen für den ohnehin bereits dramatischen Lehrkräftemangel, den man mit so einer Verweigerungshaltung unnötig weiter verschärft,“ so Speck weiter.

Die Lehrkräfte an den beruflichen Schulen wollen diese Situation nicht hinnehmen. In den vergangenen Wochen haben sie ihren Unmut und ihre Verärgerung wiederholt deutlich gemacht. Es fanden und finden immer noch an zahlreichen beruflichen Schulen im ganzen Land regionale Protestaktionen statt.

Außerdem hielten der BLV und der Philologenverband BW am 21.01.2026 vor dem Finanzministerium in Stuttgart eine Mahnwache ab. Ein besonderer Blickfang der Mahnwache war das symbolische Schneckenrennen. Damit verdeutlichten die Lehrkräfte, in welchem Schneckentempo sich die Landesregierung und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder auf eine Tarifeinigung zubewegten:

https://blv-bw.de/pm-zu-den-tarifverhandlungen-der-laender-lehrkraefte-machen-druck-mahnwache-in-stuttgart-47216/

„Und wir werden weitermachen, so lange es nötig ist. Die berufliche Bildung ist mehr wert! Wir Lehrkräfte sind mehr wert!“, so der BLV Vorsitzende Thomas Speck abschließend.

Hier finden Sie unsere Pressemitteilung als Pdf zum Download.

Veröffentlicht am 5. Februar 2026

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