Keine Fortschritte in Potsdam – Zu einem echten Angebot war die TdL nicht bereit
Quelle: © Windmueller
Veröffentlicht am 19. Januar 2026
Der BLV ruft am Mittwoch, den 21. Januar 2026, von 11:00 bis 14:00 Uhr, zu einer Mahnwache in der Mittagspause auf dem Schlossplatz in Stuttgart mit Protestaktion auf.
Wer gehofft hatte, dass sich die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für das neue Jahr 2026 vorgenommen hatte ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, würde bitter enttäuscht. Die zweite Verhandlungsrunde zum TV-L 2025/26 blieb von den Arbeitgebern ungenutzt, um für die dritte und letzte Verhandlungsrunde im Februar (11. bis 13. Februar 2026) absehbar einigungsfähig zu werden. Das hat die TdL erkennbar nicht gewollt. „Festzuhalten bleibt, dass die TdL kein ausreichendes Angebot vorgelegt und stattdessen von uns erwartet, unsere Forderungen abzuschichten“, ergänzt Andreas Hemsing, dbb-Tarifchef. Ob die TdL willens und in der Lage ist, zur dritten Runde abschlussorientiert zu verhandeln, ist nach Abschluss der zweiten Runde in Frage gestellt. „Denn nach heutigem Stand bedeutet all das, was die TdL in den Verhandlungen geäußert hat, dass wir einen Abschluss in etwa in Höhe eines Inflationsausgleichs akzeptieren sollen, ohne Erhöhung im Jahr 2025, dafür aber für eine Laufzeit von 29 Monaten. In der Konsequenz würde dies dazu führen, dass wir weit hinter dem TVöD-Abschluss zurückbleiben. Das hat unsere Verhandlungskommission als absolut inakzeptabel zurückgewiesen“, bilanziert Volker Geyer, dbb Bundesvorsitzender und Verhandlungsführer. „Mehr, unangenehmer und entschlossener – das ist das, was wir jetzt bei unserer Aktionsplanung brauchen. Bis zur Abschlussrunde muss es jetzt bundesweit ungemütlicher für die Arbeitgeber werden“, rief Andreas Hemsing die Mitglieder der Verhandlungskommission auf, die Planung für Demos und Streiks zu intensivieren.
Der BLV ruft in diesem Zusammenhang am Mittwoch, den 21. Januar 2026, von 11:00 bis 14:00 Uhr, zu einer Mahnwache in der Mittagspause auf dem Schlossplatz in Stuttgart mit Protestaktion auf. Beteiligen Sie sich und zeigen Sie, dass wir die Geringschätzung der Arbeitgeber nicht hinnehmen. Auf geht’s!
Aufruf zur Mahnwache
Flyer: Aufruf zur Mahnwache
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