BLV-Zumeldung: Regionale Schulentwicklung

Schulzusammenlegungen und Klassenschließungen bedrohen auch die Beruflichen Schulen. Von essentieller Bedeutung für die Sicherung der dualen Berufsausbildung ist der Erhalt eines bedarfsdeckenden Berufsschulangebots in der Fläche.

“Jeder Berufsschüler muss seine Berufsschule mit öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb einer Stunde

vom Wohn- bzw. Ausbildungsort erreichen können. Lange Wege zur zuständigen Berufsschule sind ein Ausbildungshemmnis erster Güte”, so der Vorsitzende des Berufsschullehrerverbandes Herbert Huber heute in Stuttgart. Die zahlreichen Kleinklassenschließungen der letzten Jahre haben gerade im ländlichen Raum dazu geführt, dass bestimmte Ausbildungsberufe gar nicht mehr angeboten werden konnten. Diese Entwicklung trifft besonders die kleinen und mittelständischen Industrie- und Handwerksbetriebe. “Werden Klassen und

Abteilungen vorschnell geschlossen, fallen Fachlehrer, Werkstätten und Unterrichtsräume weg, die uns in 5 Jahren fehlen, wenn die Schülerzahlen wieder steigen”, so Herbert Huber. Das gilt im Übrigen auch für die einjährigen Berufsfachschulen, die vielen Handwerksausbildungen als erstes Lehrjahr vorangestellt sind und von den jüngsten Auszubildenden besucht werden, deren Mobilität mangels Alter und mangelnder Vergütung deutlich eingeschränkt ist.

Eine ausführliche Stellungnahme zur regionalen Schulentwicklung finden Sie hier:
https://blv-bw.de/wp-content/uploads/2019/08/BLV-Regionale-Schulentwicklung-Position-2019_final.pdf


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