Fragen-Rubrik

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Ist es möglich, dass die Klassenlehrerfunktion auf TL übertragen wird?
An manchen Schule werden TL als Klassenlehrer eingesetzt, an anderen Schulen wird das nie stattfinden. Gibt es hierzu eine grundsätzliche Regelung?
Antwort vom Experten Bernd Baisch

Es gibt keine Vorschrift, die den möglichen Personenkreis der Klassenlehrer begrenzt. Das Schulgesetz spricht immer von „Lehrern“. Dies gilt über alle Schularten hinweg.

 

Besonderheit bei Technischen Lehrkräften:

Sie unterrichten die Klassen oft in Klassenteilung (im deren Unterricht ist oft nur die Hälfte der Klasse, die andere Hälfte wird von anderen Kollegen unterrichtet. Unter diesen Umständen bedeutet es einen erheblichen organisatorischen Mehraufwand für die Technischen Lehrkräfte

Unter Hinweis auf diesen organisatorischen erheblichen Mehraufwand kann von TL versucht werden die Klassenlehrertätigkeit abzulehnen.

Grundsätzlich soll in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Personalrat darauf geachtet werden, dass die Klassenlehrertätigkeit gleichmäßig über alle Lehrkräfte verteilt wird.

Es gibt viele technische Lehrkräfte die Klassenlehrer sind und diese Aufgabe nicht missen möchten. Auf der anderen Seite gibt es auch technische Lehrkräfte,  die diese Aufgabe strikt ablehnen. Der Aufwand bei der Übernahme dieser verantwortungsvollen Aufgabe ist stark von den organisatorischen Rahmenbedingungen abhängig. Davon hängt oft auch die Bereitschaft zur Ausübung dieser Führungsaufgabe ab.


Themengebiet: Dienstrecht
Wie viele Deputatsstunden pro Woche darf eine schwangere Lehrerin maximal leisten?
In der Verordnung hierzu steht eine Höchstarbeitszeit von 41,5h pro Woche und speziell für Lehrerinnen maximal 5-6 Unterrichtsstunden pro Tag. Allerdings ist hieraus nicht eindeutig erkennbar, ob wöchentlich mehr 25 Unterrichtsstunden gefordert werden dürfen.
Antwort vom Experten Thomas Speck

Mehrarbeit, Ruhezeiten und Nachtarbeit werden in § 4 und dem neu eingefügten 5 MuSchG und in der Arbeitszeit-und Urlaubsverordnung für beamtete Lehrkräfte (AzUVO) folgendermaßen geregelt:

  • Schwangere und Mütter die stillen, dürfen nicht mit Mehrarbeit betraut werden (§ 35 Abs. 1 AzUVO), es sei denn es liegt das Einverständnis der Schwangeren und eine Unbedenklichkeitserklärung des behandelten Arztes vor.
  • Mehrarbeit darf die werdende Mutter nicht in einem Umfang leisten, der die vertraglich vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit im Durchschnitt des Monats übersteigt.
  • Liegt eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vor, kann mit Einverständnis der Schwangeren oder stillenden Mutter über die o. g. Beschäftigungshöchstgrenzen hinaus Dienst geleistet werden (§ 35 Abs. 4 Satz 1 AzUVO).

Mit der Mitteilung der Schwangerschaft an die Schulleitung steht die Schwangere unter besonderem rechtlichem Schutz.

  • Tägliche Arbeitszeit von maximal 8,5 Zeitstunden. Das entspricht bei wissenschaftlichen Lehrkräften 5 Unterrichtsstunden, bei technischen Lehrkräften sechs Unterrichtsstunden (§ 5, § 28 MuSchG, § 35 Abs. 2 Nr. 2 AzUVO)
  • Eine Unterrichtsstunde  ist  mit  45  Minuten  zu  berücksichtigen,  alle  weiteren Dienstverpflichtungen an der Schule sind entsprechend tatsächlicher zeitlicher Inanspruchnahme der Lehrerin zu berücksichtigen. Dazu zählen insbesondere Aufsichtsverpflichtungen, Lehrerkonferenzen mit  Teilnahmepflicht  nach  §  10 Konferenzordnung,  Elternabende,  Kooperationszeiten,  Dienstbesprechungen,  Arbeitsgruppensitzungen sowie Schulleitungs-  und Organisationstätigkeiten (z. B. Stunden-  und Vertretungsplan, Oberstufenberatung usw.); bei Teilabordnungen auch die  Fahrzeiten  zwischen  zwei  Schulen,  sofern  am  selben  Tag  eine  Unterrichtsverpflichtung an beiden Schulen besteht.
  • Arbeitstäglich muss eine ununterbrochene Ruhezeit von 11 Stunden gewährt werden.
  • Keine Nachtarbeit zwischen 20 Uhr und sechs Uhr
  • Bei Einwilligung der werdenden Mutter, einer ärztlichen Unbedenklichkeitsbescheinigung und einer behördlichen Genehmigung kann eine Beschäftigung bis 22 Uhr zulässig sein.
  • Keine gefährlichen Arbeiten (z. B. Chemieversuche)

Neue Arbeitgeberpflichten zum betrieblichen Gesundheitsschutz von werdenden Müttern regelt § 9 MuSchG mit dem Ziel, die Beschäftigung möglichst lange ausüben zu können und Beschäftigungsverbote zu vermeiden. Entsprechend müssen Maßnahmen ergriffen werden, Arbeitsplätze so auszugestalten, dass die physische und psychische Gesundheit von Mutter und Kind nicht gefährdet sind.


Themengebiet: Dienstrecht
Wieso sollte ich Mitglied im BLV werden?
Antwort vom Experten Fabian Pagel

Zentrale Gründe, wieso sich jeder Lehrer an beruflichen Schulen Gedanken über eine Mitgliedschaft im BLV machen sollte, sind:

  • Der BLV kämpft für gute Arbeitsbedingungen und eine gerechte Besoldung
  • Der BLV ist unser Sprachrohr zur Politik
  • Der BLV bietet Hilfe und Antworten (wie sie hier gerade sehen können)
  • Der BLV informiert Mitglieder kompetent und aktuell über wichtige Neuerungen
  • Der BLV lädt zum Austausch ein und fördert eigenes Engagement
  • Der BLV schützt und versichert seine Mitglieder (Rechtsschutz etc.)

Daher: Werden Sie Mitglied!


Themengebiet: Mitgliedschaft
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