Ergebnisse der BLV- Umfrage zum Online-Unterricht

Mehr als 3.000 Lehrerinnen und Lehrer nahmen an der BLV-Umfrage zum Online-Unterricht teil. Hier zu den Ergebnissen.

  • Die meisten Lehrkräfte gaben an keine oder kaum Vorerfahrungen mit Unterricht in digitaler Form zu haben (ca. 70 %).
  • Fast 90 % profitieren nicht von den Unterstützungssystemen des Kultusministeriums für die Umsetzung des digitalisierten Unterrichts.
  • Bei technischen oder anwendungsspezifischen Fragestellungen helfen sich die Kolleginnen und Kollegen gegenseitig (44 %).
  • Immerhin steht ca. 40 % der Befragten ein dienstliches Endgerät für Online-Unterricht zur Verfügung.
  • Kolleginnen und Kollegen berichten, dass insbesondere Schülerinnen und Schüler aus schwächeren sozialen Schichten in der aktuellen Situation benachteiligt seien. Mehr als die Hälfte der Befragten stimmt dieser Aussage zu.
  • Für ca. 50 % hat sich der zeitliche Aufwand erhöht, für ca. 35 % ist der Arbeitsaufwand gleich geblieben. 15 % der Befragten schätzen Ihren zeitlichen Aufwand als geringer ein.
  • Mehr als ¾ der befragten Lehrkräfte geben an, dass Schülerinnen und Schüler aus der Berufsschule für einen „Online-Berufsschultag“ keine oder nur eine geringe Freistellung von betrieblichen Aufgaben erhalten.

Das Kultusministerium hat bereits selbstkritisch Versäumnisse bei der Digitalisierung der Schulen eingeräumt. Bereits mehrfach hat der BLV in der Vergangenheit den Ausbau des Pilotprojektes „tabletBS“ und weitere Ressourcen für die Digitalisierung gefordert. Nicht ohne Grund ist der BLV Teil der Digital-Initiative mehrerer Lehrerverbände, die sich erst kürzlich mit einem offenen Brief an die Landesregierung wandten.

Alle Ergebnisse der Umfrage gibt es hier.

 


Zum Seitenanfang