BLV fordert mehr Lehrerstellen

Brandbrief an die Parteien: Unterrichtsversorgung massiv gefährdet. Berufliche Schulen sollen Vorschläge zum Abbau von Lehrerwochenstunden ausarbeiten.

Der BLV-Vorsitzende Herbert Huber richtet einen dringenden Appell an die Parteien im Landtag: “Rückmeldungen aus Beruflichen Schulen, die dem BLV zugehen, sind besorgniserregend. Die durchschnittliche Unterrichts-versorgung sinkt. Berufliche Schulen, deren Unterrichtsversorgungsgrad über dem Durchschnittswert liegt, sollen Vorschläge zum Abbau von Lehrerwochenstunden ausarbeiten.”

In Einzelfällen berichten Berufliche Schulen von 70 oder mehr Lehrerwochenstunden, die freigesetzt werden sollen. Ein Abbau von Lehrerwochenstunden in diesem Umfang tangiert das Kernangebot und das Profil einer Schule. Das Kultusministerium plant nur wenig mehr als 100 Stellen für die schulbezogene Stellenausschreibung (ländlicher Raum und Hauptausschreibung) freizugeben. Möglicherweise rechnet das Kultusministerium Stellen aus der Lehrereinstellung 2016 noch hinzu, die damals nicht dauerhaft besetzt werden konnten. Insgesamt stehen den Beruflichen Schulen laut Zumeldung des Kultusministeriums vom 09.02.2017 400 Stellen zur Besetzung mit wissenschaftlichen Lehrkräften zur Verfügung. Offenbar addiert das Kultusministerium die Zahl der Stellen für die schulbezogene Stellenausschreibung und die befristeten Stellen aus der Lehrereinstellung 2016 zusammen. Diese Stellenangaben halten wir für ein geschöntes Zahlenspiel.

Der BLV bittet die Parteien um Unterstützung, damit Berufliche Schulen das qualitativ hochwertige Angebot in der Berufsschule und den Vollzeitschulen im Schuljahr 2017/2018 durch eine rechtzeitige und die Unterrichtsversorgung sichernde Lehrereinstellung aufrechterhalten und ausbauen können.

Die Antworten der Parteien werden direkt nach Zugang hier veröffentlicht.

Brief an die Parteien zur Lehrereinstellung 2017


Zum Seitenanfang